Wen es doch einmal vom Hof zieht: eine kleine Auswahl an Zielen in der Umgebung, alle gut mit Auto oder Zug erreichbar.

Abbenfleth & Krautsand (ca. 20 Fahrminuten)
Für einen Strandtag schicken wir unsere Gäste besonders gern hierhin – zwei ganz unterschiedliche Elbstrände, beide gut mit dem Auto oder dem Rad über den Elberadweg erreichbar.
In Abbenfleth ist Schwimmen nicht erlaubt, dafür ist es der ruhigere der beiden: ideal für einen Spaziergang am Wasser, zum Buddeln mit Kindern im flachen Sand oder fürs „Pötte gucken“ – am Deich sitzen und den großen Frachtern zusehen, die Richtung Hamburg oder hinaus in die Welt fahren. Die alte Landungsbrücke von 1926 gibt es zwar nur noch als Fotomotiv, dafür lohnt sich direkt nebenan ein Abstecher zur Festung Grauerort mit ihrem kleinen Wochenend-Café.
Wer lieber auch ins Wasser will, fährt nach Krautsand: Hier ist Baden erlaubt, der Strand ist kilometerlang, sauber und nicht steinig, mit einem eigenen Hundestrand getrennt vom restlichen Ufer. Die Elbe ist an dieser Stelle rund drei Kilometer breit – für Pötte-gucker fast noch eindrucksvoller als in Abbenfleth. Die Wattflächen und Priele der Umgebung sind zudem Rückzugsort für zahlreiche seltene Vogelarten. Flache Deiche und Wege eignen sich ideal zum Radfahren, Wandern und Nordic Walking.
Hunde sind an beiden Stränden willkommen (bitte angeleint), Handtuch und Sonnencreme nicht vergessen, Schatten gibt es an keinem der beiden Orte.

Cuxhaven & Nordsee (ca. 50 Fahrminuten)
Schon auf dem Weg Richtung Cuxhaven kommt echtes Nordseegefühl auf – ein Strandtag lohnt sich, man kommt garantiert durchgepustet, sandig und ausgeglichener zurück.
Dort, wo die Elbe in die Nordsee mündet, markiert die rund 30 Meter hohe hölzerne Kugelbake den nördlichsten Punkt Niedersachsens – seit über 300 Jahren steht hier ein Seezeichen an dieser Stelle, heute vor allem als Wahrzeichen und beliebtes Fotomotiv. Von hier aus sind auch das Wattenmeer und die Insel Neuwerk gut zu erreichen, für alle, die einmal barfuß durchs Watt laufen oder mit dem Wattwagen übersetzen wollen. Cuxhaven selbst zählt mit rund drei Millionen Übernachtungen im Jahr zu den größten Nordseeheilbädern Deutschlands, mit langen Stränden und einem historischen Fischereihafen. Ein Spaziergang entlang der Kugelbake bei Sonnenuntergang gehört zu den schönsten Momenten hier.
In Cuxhaven selber gibt es auch ein Meerwasser-Wellenbad das ganzjährig geöffnet ist.

Stade (ca. 20 Fahrminuten)
Die historische Hansestadt mit ihrem über 700 Jahre alten Hansehafen liegt fast vollständig von Wasser umgeben – bunte Fachwerkhäuser säumen die Altstadt, mittendrin der historische Holztretkran. Im backsteinernen Schwedenspeicher, einem ehemaligen Provianthaus aus der schwedischen Besatzungszeit, erzählt heute ein Museum die Geschichte der Hanse und der Region. Wer schwindelfrei ist, steigt die 178 Stufen des Kirchturms von St. Cosmae hinauf und blickt von oben über die Dächer der Altstadt.
Gut zu Fuß erkundbar, ideal für einen halben Tag oder als Ziel einer entspannten Radtour.

Hamburg (ca. 60 Fahrminuten)
Die coolste Großstadt Deutschlands, mit dem Zug (oder Auto) in einer Stunde mittendrin.
Die Hafenmetropole ist von hier aus gut für einen Tagesausflug erreichbar – im Zentrum steht die Speicherstadt, der größte zusammenhängende Lagerhauskomplex der Welt, erbaut ab 1883 auf tausenden Eichenpfählen und seit 2015 UNESCO-Weltkulturerbe. Direkt angrenzend liegt die moderne HafenCity mit der Elbphilharmonie, beide lassen sich bequem zu Fuß erkunden. Für alle, die lieber vom Wasser aus schauen: Hafenrundfahrten starten direkt an den Landungsbrücken und führen mitten durch die Speicherstadt-Kanäle. Wer Zeit hat, kombiniert den Ausflug mit einem Bummel durch die Altstadt oder dem Fischmarkt am Sonntagmorgen.
Essen, Schauen, Bötchen schippern – und danach freut man sich umso mehr auf den Weg zurück zum Deich.