Wir sind Anna-Lena und Victor. Nach Jahren im Ausland haben wir hier unseren Ort gefunden – und teilen ihn jetzt gerne mit euch.









Bevor es uns hierher verschlug, waren wir an verschiedenen Orten der Welt zu Hause. Immer mit dem Langzeitplan: eines Tages haben wir ein Stück Land, und kommen mit all unseren Tieren irgendwo an. Dann wollten wir eigentlich nur mal schauen, und in dieser Gegend waren wir vorher noch nie. Als wir diesen Hof sahen, und direkt davor ein Schild nach „Freiburg“ (meine Heimatstadt ist das andere Freiburg ganz im Süden) war das unser Zeichen.
Unsere Besucher sagen oft, der Hof sei so etwas wie ein Kraftort. Keine Ahnung, ob das stimmt – aber irgendwas ist hier. Das haben wir beide sofort gespürt.
Fast 250 Jahre hat dieser Hof schon Geschichten gesammelt – unsere ist nur die neueste davon. Wir sind ein wenig ehrfürchtig, aber wir freuen uns auf alles was kommt.
250 Jahre „Kleines Vorwerk“
Die Geschichte des Ortes reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück, als das Land zum Vorwerk des Klosters Himmelpforten gehörte. Das Land war damals Wirtschaftshof, das dem Kloster Erträge lieferte, aber von einem Pächter bewohnt und bewirtschaftet wurde.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg, 1648, wurde daraus ein privat verpachtetes Vorwerk – aufgeteilt in ein großes und ein kleines. Unseres, direkt am Ostedeich gegenüber der Kleinwördener Mühle, war von da an als „Kleines Vorwerk“ bekannt. Und diesen Namen haben wir übernommen.
Seitdem hat der Hof einiges erlebt: eine tödliche Sturmflut, einen Deichbruch, einen verheerenden Brand, mehrere Generationen, die um ihn gerungen und ihn immer wieder aufgebaut haben. Der Hof in seiner heutigen Form steht hier nun seit 1779.
Wer die ganze Geschichte lesen möchte – mit allen Wendungen und einem alten Foto des Hauses – findet sie in unserem Blogartikel dazu.
Mehr Geschichten vom Hof gibt es in unserem Blog.

Unsere Tiere
Esel, Schafe, Hunde und eine norwegische Katze – Tiere haben uns eigentlich immer begleitet, und zu Eseln habe ich seit einem Erlebnis in Botsuana eine ganz tiefe Verbundenheit. Herr Frodo, Samwise, Pippin und Merry, alle aus der Not aufgenommen, leben jetzt bei uns – dazu ein paar bezaubernde Heidschnucken.
Philosophie
Nach vielen Jahren im Ausland, vielen Umzügen und sehr oft dem Satz „one day“ ist dieses one day nun tatsächlich da. Wir wollen hier Wurzeln schlagen – für uns, für unsere Tiere und für alle, die zu uns kommen.
Uns ist wichtig, dass dieser Ort so wenig wie möglich verbraucht und so viel wie möglich gibt. Wir heizen mit Wärmepumpe, putzen ohne aggressive Chemie und setzen bei der Einrichtung auf natürliche Materialien. Wer Lust hat, veganes Essen auszuprobieren – wir machen euch ein tolles Grillpaket oder backen euch einen Kuchen für eine Feier.
Wir wollen ein Ort sein, an dem Menschen zur Ruhe kommen – und an dem man merkt, dass die Jahreszeiten etwas bedeuten. Ob Sommerabend am Teich oder Regentage auf dem Sofa mit einer Tasse Tee: Wir versuchen, jede Jahreszeit erlebbar zu machen, nicht nur die bequemen.
Und wir selbst wollen dabei nicht stehen bleiben. Wir lernen gerne dazu – über Tiere, über den Hof, übers Gastgeben.
Und wir wollen diesen Ort nicht für uns allein.
Dafür ist er einfach zu schön.
Also: herzlich willkommen bei uns.
Fotos vom Hofalltag



